Freitag, 8. März 2013

Te Anau / Kepler Track

Wie schon angekündigt, ging es für uns auf den Kepler Track. Der Track ist eigentlich 60 km lang und wird als 4-Tage Wanderung empfohlen. Wir starteten bei uns am See, ein Wassertaxi brachte uns dann auf die andere Seite zu einer kleinen Bucht (Brod Bay) und unser Tagesziel war die Luxmore Hut (Berghütte für die Wanderer zum Übernachten - benannt nach dem Berg) und bei guter Kondition der Gipfel. Veranschlagt ist für den Weg bis zur Hütte hin und zurück 7-8 Stunden. Es ging von 400 Höhenmeter bis zur Hütte auf 1200 Meter wie immer steil Berg auf. Die Vegetation am Anfang war wie im Amazonas, alle Bäume voller Moos und jede Menge Farne.


Wir hatten das große Glück das auf unserem Track ein Ranger unterwegs war, der die Fallen am Weg überprüfte. Denn er lockte für uns die scheuen Keas an. Der Kea ist dunkelgrün und eine Mischung zwischen Papagei und Greifvogel. Er hat einen scharfen, spitzen Schnabel und extreme Krallen.


Auf der Hälfte des Weges veränderte sich der Wald, die Bäume waren zwar von Moos bedeckt, aber dieses war weiß und trocken und die Bäume sahen aus wie mit Kalk überzogen. Auf einer Höhe von 1100 Metern, waren wir über der Baumgrenze und hatten einen fantastischen Rundblick, aber auch der Wind pfiff uns stark um die Ohren. Dann ging es entspannt entlang des Kamms über eine Wiese zur Hütte. Gerne hätten wir den Gipfel erstürmt, aber Matze hat sich beim Canyoning einen Zeh leicht verstaucht und wir wollten den Fuß nicht überstrapazieren.
Da wir noch ein wenig Zeit hatten, bin ich noch ein Stück weiter den Track gelaufen, es waren laut Angabe nur noch 1,5 Stunden bis zum Gipfel. Aber leider hab ich es nicht ganz geschafft, so endete der Weg für mich auf 1350 Metern und mit dem Blick auf das Ziel dem Mt. Luxmore mit 1451 Metern und der Aussicht auf das Tal hinter dem Mt. Luxmore.





Leider waren wir auf der Wanderung ein wenig auf die Zeit angewiesen, denn wir hatten eine Abholzeit mit dem Wassertaxi vereinbart, sonst wäre der Gipfel meiner gewesen...
So haben wir an diesem Tag 800 Höhenmeter (950 Meter) und 16,4 Km (20,4 km) zurückgelegt, das war bis jetzt unsere längste Wanderung und wie immer einfach wunderschön.




Dienstag, 5. März 2013

Milford Sound/ Te Anau

Wir hatten das große Glück, beide Wetterverhältnisse am Milford Sound kennenzulernen, strahlenden Sonnenschein und tiefhängende dunkle Wolken, die sich an den Bergen ausregnen. So haben wir auch die mystische Seite der Sounds gesehen. Da wir den Tag davor das perfekte Wetter hatten und den gleichen Weg zurück mussten, hatten wir keine Eile und das Wetter konnte uns nichts anhaben. Wir haben nur noch einen kleinen Abstecher zu den Humboldt Falls gemacht, die von 200 Höhenmetern runterfallen. Danach ging es für uns zurück nach Te Anau, wo wir morgen auf dem Kepler Track eine Tagestour machen werden.
Queenstown (12 -Mile Delta)/ Te Anau

Um 9:00 Uhr war es soweit, wir wurden in einen kleinen Bus geladen und in unserer Gruppe waren wir zu 8. Alle machten Canyoning zum ersten Mal. Für die, die nicht wissen was es ist, eine kurze Beschreibung: Canyoning bedeutet sich in einen Fluss/Canyon abzuseilen und dort dem Flussbett zu folgen, sei es durch laufen oder schwimmen, Sprüngen von Klippen und einigen Überquerungen des Canyons durch Ziplines (Drahtseile die von einer Seite des Canyons zur anderen Seite gespannt sind). Zum Start ging es in unseren Neoprenanzug, dann kam der Helm, die Schwimmweste und natürlich unser Klettergurt. Und dann ging es auch schon los. Als erstes ging es rein ins Flussbett, wo wir uns alle erstmal richtig nass machen durften im 6 Grad kalten Wasser. Danach gab es eine kurze Einweisung vorauf wir achten müssen. Erst dann konnte das Abenteuer beginnen. Es hat einfach extrem viel Spaß gemacht und manchmal auch ein wenig Überwindung gekostet. Wir haben uns 20 Meter abgeseilt, sind von unterschiedlichen Klippen gesprungen 2m, 6m und 7m. Nach 2,5 Stunden waren wir aber auch ein wenig glücklich dem kalten Wasser zu entkommen. Obwohl wir alle Blut geleckt haben und sicher alle noch eine Stunde länger gesprungen und uns abgeseilt hätten.




Danach hatten wir einfach nur Hunger und weil wir uns mit den anderen in der Gruppe über den tollen Burgerladen unterhalten hatten, stand die Entscheidung fest was es zu Mittag gibt. Bei mir musste Bambi sterben (Sweet Bambi) und bei Matze gab es diesmal nur einen "kleinen" Burger, den wir genüsslich am See in der Sonne verputzten.


Da uns langsam die Tage davon fliegen, sind wir noch einige Kilometer (120km) bis nach Te Anau weitergefahren. Wo wir eine Zwischenübernachtung einlegten, bevor es weiter zum Milford Sound geht.



Te Anau/ Milford Sound

Fiordland repräsentiert Neuseelands ursprünglichste Wildnis. Das bewaldete Gebiet mit schroffen Bergen wird von vielen tiefen Sounds (Fjorden) durchtrennt, die wie krumme Finger von der Tasmansee aus landeinwärts reichen. Von Te Anau bis zum Milford Sound sind es 119 km. Wir waren wirklich gespannt, weil alle die wir getroffen haben uns erzählt haben, dass es einfach extrem beeindruckend ist. So ging es zeitig los, weil auf dieser einen Straße die hinaus zum Sound führt, viele Touristen per Bus hingebracht werden. Am Anfang kommt man durch Weideland (mit vielen Schafen) und durch viele Buchenwälder. Aber kurze Zeit später ist man umgeben von steilen Bergen ( die so um die 2300 Meter sind). Wir haben natürlich wie immer eine kleine Wanderung gemacht auf den Key Summit (919 Meter) und dabei etwa 450 Höhenmeter überwunden. Und wie immer war es einfach atemberaubend, wir hatten strahlende Sonne und konnten in alle Richtungen und Täler schauen und das Bergpanorama geniessen.



Aussicht vom Key Summit

Um so weiter wir uns den Fjord näherten um so näher kamen die Berge an uns ran. Sie wurden immer größer und imposanter und sie waren so massiv. Die Gewaltigkeit, die Höhe kommt auf den Bildern die wir gemacht haben einfach nicht rüber. Man kann es erst verstehen, wenn man einmal da war. Für mich einer der Highlights dieser Reise. Am Abend haben wir uns dann noch für eine Bootstour entschieden und sind entlang des Milford Sounds geschippert. Vorbei an verschiedenen Wasserfällen, an Seehundkolonien und einfach schönen Felsformationen. Der Tag war einfach so schön und beeindruckend, dass ich so viele Fotos gemacht habe, wie an keinem Tag davor (511). Für euch die schönsten zu finden ist keine leichte Aufgabe.


                                                                      Mirror Lakes








Sonntag, 3. März 2013

Queenstown

Auch in Queenstown hatten wir uns eine Wanderung vorgenommen. Matze wollte sich natürlich gerne steigern und den Ben Lomond (1746 Meter) erzwingen, aber in der Touristeninformation wurde uns gesagt, dass der Weg nicht gekennzeichnet ist und wirklich nur von erfahrenen und top fitten Wanderern bestiegen werden sollte. Also machten wir uns auf die Suche nach einer kleineren Wanderung. Es wurde der Queenstown Hill, wo wir auf 900 Höhenmeter wandern konnten. Es ging wie immer schön steil nach oben und das schon ab dem Stadtzentrum. Bis zum Anfang des ursprünglichen Weges mussten wir einige Straßen erklimmen, die mich stark an San Francisco erinnert haben. Als erstes ging es durch einen dichten Wald, es hätte auch der Schwarzwald sein können, so dicht waren die Bäume und wenig Licht kam durch, um dann am Gipfel auf Queenstown und alle herumliegende Berge und den See Wakatipu sehen zu können. Wir hatten absolute Fernsicht und der Anblick war wie immer atemberaubend. Nach dem wir dann gemütlich eine ganze Weile auf dem windigen Gipfel verbracht hatten, ging es zurück in die Stadt.




Am Nachmittag hieß es ein wenig in der City schlendern und den ein oder anderen Laden reinschauen, noch einen Kaffee trinken und nach langem Überlegen unsere neue Aktivität für den folgenden Tag buchen. Es ist uns wirklich nicht leicht gefallen unter den vielen (Extrem) Aktivitäten eine Wahl zu treffen. Es wurde Canyoning.

Unser Highlight des Abends waren super leckere Burger im stadtbekannten Schnellrestaurant Fergburger. Vor dem Burgerladen ist immer eine extrem lange Schlange, aber es lohnt sich die Zeit zu warten. Matze hat gleich richtig zu geschlagen und einen Double Burger (Mr. Big Stuff) mit Pommes bestellt, bei mir gab es einen mit Hühnchen und Ingwer/Chilli (Chicken Julia). Und was soll ich sagen wer hat die Pommes nicht mehr geschafft aufzuessen... Es war einfach nur gut.





So gestärkt fühlten wir uns bereit für unser neues Abenteuer.

Samstag, 2. März 2013

Hasst/Queenstown




Von Haast bis nach Queenstown sind es 260 km. Diese galt es heute zu bestreiten. Auf dieser langen bzw. kurzen Strecke sind wir wieder durch völlig verschiedene Vegetationen gekommen. Entlang der Küste war alles wie ein Regenwald, überall waren die Bäume mit Moos übersät. Im Landesinneren erinnert es eher an Texas, überall Berge wo man denkt, dass gleich die großen Viehherden entlang getrieben werden. Über Queenstown wissen wir bis jetzt, dass man hier gut am Abend in den Bars versacken kann und dass man jede Art von Extremsportarten ausüben kann/darf. Mal sehen...








Freitag, 1. März 2013

Fox Glacier

Vor unserer Abreise hat sich jeder von uns intensiv mit Neuseeland beschäftigt und für sich schon ein, zwei Highlights rausgesucht die er auf jeden Fall machen möchte. Ich war sofort begeistert von der Möglichkeit mit einem Helikopter auf den Gletscher zu fliegen und dort auf dem Eis von einem Guide geführt zu werden und sich verschiedene Eishöhlen anzuschauen. Auch haben uns immer wieder andere Reisende von ihrem Erlebnis erzählt und waren völlig begeistert.
Leider hatte ich mich schon bei der Agentur erkundigt, wie das Wetter für den kommenden Tag aussehen sollte und die Prognose war nicht so gut. Für das viele Geld wollten wir uns 100 % sicher sein, dass es sich auch lohnt und wir gute Sicht haben. Also wurde erstmal nichts gebucht. Als wir dann am Morgen aufgestanden sind, war schönster Sonnenschein. Eigentlich war der Plan das wir uns heute auf den Weg Richtung Queenstown begeben. Aber nach kurzer Überlegung bin ich spontan ins Office und habe nachgefragt, ob es noch freie Plätze für die Tour gibt und zu meiner Freude war es ohne Probleme möglich. So verbrachten wir die restlich Zeit in der Sonne mit einem Kaffee und dann war es soweit.

Fox Gletscher


Unsere Gruppe und Dave


Ice Age


Unsere Gruppe bestand aus 9 Teilnehmer, leider war das Alter überdurchschnittlich hoch, so das wir schon ahnten das unsere Gruppe auf dem Gletscher etwas langsamer vorankommen wird und wir einiges nicht sehen werden. Mit dem Bus ging es zum Abflugsort, dort gab es noch einige kurze Einweisungen wie wir uns zu Verhalten haben, das richtige Schuhwerk und welche Gruppe zuerst startet. Es waren nur noch wenige Minuten bis zu unserem ersten Helikopterflug. Leider war es viel zu schnell vorbei und schon standen wir auf dem Gletscher und wurden von unserem Guide Dave begrüßt. Dieser hatte viele Informationen für uns, zeigte uns viele Eishöhlen und brachte uns sicher über den Gletscher. Nach ungefähr 2 Stunden auf dem Gletscher ging es mit dem Heli zurück und ich durfte vorne sitzen. Ich wäre gerne noch länger geflogen, aber das war leider nicht möglich.











Da wir aber noch ein wenig Zeit gut machen wollten, sind wir noch ein Stückchen bis nach Hasst gefahren und haben dort unser Nachtlager aufgeschlagen.